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Bio-Thementag Mühlviertler Kernland
Einladung zum Bio-Thementag Mühlviertler Kernland Mittwoch, 15. September 2010, 19 bis 22 Uhr, Gasthof Blumauer Rainbach
Programmüberblick: - Begrüßung - Impuls und Motivation - Bearbeitung "BioRegion- Handlungsfelder" - Wie geht es weiter?
Moteration: DI Alexander Hader, SPES Zukunftsakademie
Hier geht's zum Folder!
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Auftakt zur Entwicklung der "BioRegion Mühlviertel"
„ Menschen, die Mühlviertel hören denken an Bio“
Diese ehrgeizige gemeinsame Vision verfolgen die sieben Mühlviertler LEADER-Regionen und die EUREGIO bayerischer wald – böhmerwald / Regionalmanagement Mühlviertel:
„Das Mühlviertel soll als international anerkannte Bioregion positioniert werden.“
Der offizielle Startschuss für das Projekt „Entwicklung zur BioRegion Mühlviertel – lokal verankert und international anerkannt“ fiel am Montag, 07. Juni 2010 in Reichenau bei der Auftaktveranstaltung im Roadlhof. 260 interessierte Personen aus Landwirtschaft, Wirtschaft und Gewerbe, Tourismus, Gastronomie und Verwaltung sowie interessierte Konsumenten beteiligten sich am Auftakt.
„Mit unserem Ziel, BioRegion zu werden, stellen wir die Menschen der Region und ihr Arbeits- und Lebensumfeld in den Mittelpunkt. Früher wurde Bio belächelt, heute ist es anerkannt und gefragt. Als Wiege des Biolandbaues wollen wir das Mühlviertel nach innen und außen als Bioregion positionieren. Das Mühlviertel soll mit biologischer Landwirtschaft, biologischen Lebensmitteln und biologischer Gastronomie identifiziert werden“, so LAbg. Gabriele Lackner-Strauss, Obfrau der EUREGIO bayerischer wald – böhmerwald /Regionalmanagement Mühlviertel. mehr...
 
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Projektleiter der BioRegion Mühlviertel
Mag. Daniel Breitenfellner ist seit Mitte Februar 2010 als Projektleiter der BioRegion Mühlviertel tätig.
Kontaktdaten: Mag. Daniel Breitenfellner Projektleiter BioRegion Mühlviertel 4172 St. Johann am Wimberg 10 Tel.: +43 (0)7217/ 20605-42 Mail: 0664/1359406 office@bioregion-muehlviertel.at
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Wann ist Bio wirklich Bio?

Biologische Landwirtschaft erzeugt höchste Lebensmittelqualität durch schonende Nutzung von Boden, Rohstoffen und Energie. Tiere werden artgerecht und mit viel Bewegungsfreiheit gehalten. Nur solche Lebensmittel dürfen sich "Bio" nennen, die nach genau fest gesetzten Richtlinien hergestellt werden.
Der Begriff „Bio“ ist durch die EU-Verordnung gesetzlich geschützt. Diese Verordnung regelt die Richtlinien des Bio-Landbaus. Die EU-Verordnung ist für alle Mitgliedsländer bindend und regelt Pflanzenbau, Tierhaltung, Verarbeitung, Handel und die Kennzeichnung für Bio-Lebensmittel.
Biobauern arbeiten nach klaren Richtlinien:
* Natürliche Düngung mit Kompost, Tiermist, Pflanzenresten, Gründüngung (zB Leguminosen) und eine ausgewogene Fruchtfolge erhalten die Bodenfruchtbarkeit. Chemisch-synthetische Stickstoffdünger und leichtlösliche Phosphate sind verboten! * Kein Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln (Pestiziden). Angepasste Sorten, die Förderung von Nützlingen und eine ausgewogene Fruchtfolge verringern den Krankheits- und Schädlingsdruck. Beikräuter werden händisch oder maschinell reguliert. . * Artgerechte Tierhaltung mit großen Stallflächen, Einstreu und viel Auslauf. Biologisch erzeugtes Futter ohne Antibiotika und Hormone, kein Gensoja und kein Tiermehl. . * Bei der Verarbeitung von Biolebensmittel sind nur 10 % der in Österreich zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffe erlaubt. Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder künstliche Aromen sind gänzlich verboten.
* Gentechnikfreiheit beim Saatgut, bei den Futtermitteln und bei der Verarbeitung. weiter...
Nähere Informationen gibt es unter www.bio-austria.at
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Bioregion Mühlviertel
Die sieben Mühlviertler Leaderregionen Donau-Böhmerwald, Region SternGartl-Gusental, Mühlviertler Kernland, Region Hansbergland, Lebensregion Mühlviertler Alm, Region Strudengau und Region UWE sowie die Euregio Mühlviertel wollen sich künftig gemeinsam als DIE Bioregion Europas positionieren. Das Rad wird dabei nicht neu erfunden: Das Mühlviertel gilt als Wiege des Biolandbaues. Heute beherbergt das Land ob der Donau mehr als die Hälfte der Biobetriebe Oberösterreichs.
Schon als sich Anfang der 90er Jahre die Biologische Wirtschaftsweise in Österreich verbreitete, haben einige Mühlviertler die Zeichen der Zeit erkannt und ihren Betrieb nach biologischen Produktionskriterien neu ausgerichtet. Die Biobäckerei Mauracher, Biosaat Anreit, Bioschälmühle Nestelberger oder Mühlviertler Bergkräutergenossenschaft setzen seit Jahren auf die Be- und Verarbeitung von biologischen Produkten. Auch die erste biologische landwirtschaftliche Fachschule wurde in Schlägl gegründet. Heute gibt es im Mühlviertel rund 2.100 Biobetriebe – Das sind mehr als die Hälfte aller Biobetriebe Oberösterreichs. Nach wie vor ist durch die landschaftlichen Gegebenheiten die Rinderhaltung mit Milchwirtschaft, Mutterkuhhaltung und Jungrindproduktion vorherrschend im Mühlviertel. Das Obere Mühlviertel hat sich aufgrund der klimatischen Bedingungen der Hopfen- und Kräuterproduktion verschrieben. Seit 2005 bzw. 2006 gibt es die Genussregion Hopfen und die Genussregion Mühlviertler Bergkräuter.
Das Projekt der sieben Leaderregionen hat das Ziel, Bio zur regionalen Identität werden zu lassen. Das Mühlviertel soll sich nach innen und außen klar als DIE Bioregion Europas positionieren und profilieren. Durch die vorhandenen Stärken wie die große Anzahl und Dichte der Biobetriebe, namhafte Lebensmittelverarbeitungsbetriebe in der Region, Tourismusbetriebe und die einzigartige Kulturlandschaft hebt sich das Mühlviertel im europäischen Wettbewerb deutlich ab. Durch die Vernetzung von einzelnen Arbeitsgruppen sollen im Zuge des Leader-Projekts langfristig wirtschaftliche Kooperationen in der Region entstehen, die regionale Kreislaufwirtschaft angekurbelt und Produkte entlang der regionalen Wertschöpfungskette entwickelt werden. Neue Vermarktungs- und Vertriebswege, beispielsweise im Linzer Zentralraum sollen erschlossen werden. Grundlage für eine erfolgreiche Entwicklung ist, dass möglichst viele Personen aus der Landwirtschaft, Wirtschaft, Tourismus und den Schulen eingebunden werden.
Bereits einige Vorstudien und strategische Projekte zu der Thematik wie „Ökotourismus Mühlviertel“, „Bioregionen Österreich“ oder „Potentiale für eine Bio-Region Mühlviertel“ haben gezeigt, dass die Umsetzung Bioregion Mühlviertel realistisch ist.
Für die Entwicklung zur Bioregion nehmen die sieben Leader-Regionen und die Euregio 160.000 Euro in die Hand.
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